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Noch drei Tage

Die meisten Unterlagen scheinen da zu sein. Haben wir das Buch für Software-Engineering? Und überhaupt, reichen die Unterlagen? Die Leute werden da durchgehen, wie ein heißes Messer durch Butter. Und dann? Wir haben derzeit nichts zum Thema UML vorgesehen und genau da wird es bei vielen Teilnehmern noch nicht ausreichen. Bremsen wir also den Zeitvorsprung - von dem ich ausgehe - durch fehlende Unterlagen wieder aus?

Die Fragen nach dem eigentlichen Projekt werden schon jetzt immer drängender. Ich hoffe nur, dass alle Beteiligten sich an das halten, was in der Grobplanung vorgesehen ist und nicht zu viele Details zu früh durchsickern. Es wird wohl noch einige lange Gesichter geben, wenn die Teilnehmer realisieren, dass die Dokumentation um Vieles wichtiger ist, als die eigentliche Realisierung des Projekts - von möglichen Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache mal abgesehen. Da könnten in zwei Fällen doch erhebliche Schwierigkeiten auftreten.

Das virtuelle Klassenzimmer wurde heute wohl integriert. Gesehen habe ich es noch nicht. Ich weiß noch nicht einmal, wie die Software heißt. Montag nachmittag kurze Einführung damit und dann darf ich das Mittwoch und/oder Donnerstag vorführen. Das wird dann noch einmal richtig spannend.

Die Gruppeneinteilungen sind vertikal und horizontal richtig übernommen worden, nur die entsprechenden Foren habe ich noch nicht gefunden.

Und was mache ich, wenn sich das Team aus dem DILS zurückzieht und auf alternative Kommunikationspfade verlegt?

Wird Teilnehmer 9 sich mit der ihm zugedachten Rolle im Projekt anfreunden?

Gibt es unterhalb von BITKOM Querverbindungen zu den parallel laufenden Piloten? Könnte wohl ganz sinnvoll sein.

Morgen, Kinder

Die Oberbedenkenträger haben immer noch ihre Zweifel. Sie wissen zwar nicht so ganz genau, um was es eigentlich geht, aber vorsichtshalber "Nimm mich bloß CC in jede EMail mit rein". Die wissen noch gar nicht, was Ihnen dann blüht. Und dann so lustige Fragen, ob ich denn inoffizielle Infos denn nicht auch schriftlich rausgeben kann.

Das ewige Hickhack und das Verrechnen zwischen den einzelnen Standorten ist auch so eine Geschichte. Habe heute noch mal ca 4500 Seiten für die Einführung drucken lassen. Das hätten unsere Kopierer niemals gerissen. Mal abgesehen davon, dass der ganze Kram dann auch nicht gebunden worden wäre. Schon die Ausgabe der "jeweils richtigen" Unterlagen hätte ewig gedauert. Nun habe ich mir das nicht vorher genehmigen lassen und das Donnerwetter ist vorprogrammiert.

Wenigstens habe ich jetzt mal das virtuelle Klassenzimmer gesehen. So weit so gut. Nur auf "meinem" Rechner haben wir es noch nicht zum Laufen bekommen. Nun ja, es sind ja noch 3 Tage bis ich den brauche. Die Headsets sind angekommen - nein, ich werde sie morgen nicht ausgeben - ich habe noch keine Ahnung, was für Geräte dort bestellt worden sind. Die Praktikanten drohen für nächste Woche einen Besuch an. Ich weiß noch gar nicht, wie ich die alle stapeln soll, wenn dann zeitweise alle drei gleichzeitig da sind.

Für Mittwoch hat sich hoher Besuch von Agentur und Bitkom angesagt. Na gut, ich werde mich benehmen. Die Schuhe sind geputzt aber der Schlips bleibt im Schrank.

Auf Murphy kann man sich verlassen

Dies wird wohl nicht der einzige Eintrag mit dieser oder einer ähnlichen Überschrift bleiben und eigentlich war es ja auch gar nicht so schlimm.

Nätürlich musste am ersten Tag etwas schief gehen. Diesmal waren es (mal wieder) Bahn und S-Bahn und so starteten wir mit nur 5 statt 6 Teilnehmern und der Hausherr, der ja die erste Begrüßung machen wollte, steckte irgendwo zwischen zwei Milchkannensammelstationen fest. Also nichts wie rein ins Getümmel und angefangen. Irgendwann dann kam auch der letzte Teilnehmer und die endlosen administrativen Preliminarien können ihren Lauf nehmen. Ich bin mir sicher, dass ich den ganzen Quatsch in naher Zukunft wiederholen darf. So richtig aufgepasst hat keiner. Bei der Vorstellungsrunde war die Aufmerksamkeit dann doch deutlich höher. Ja, es ist ein bärenstarkes Team und wenn die das nicht schaffen, dann weiss ich nicht, wer das schaffen soll.

Nur "meine" Projektleiter waren ein wenig überrascht ob der Freiheiten, die ich Ihnen von Anfang an gewährte und auch die Verantwortung für die Teamführung hatten sie sich wohl etwas leichter vorgestellt. "Nein, es gibt kein Projektmanagement-Framework aber Sie können sich gerne eins basteln."

Danach waren die Tester natürlich nicht sonderlich überrascht zu hören, dass sie sich ihre Testumgebung natürlich auch alleine aufbauen müssen.

Die Software-Entwickler meinten, sie bräuchten einen eigenen Server, waren dann aber gar nicht so begeistert, als ich sie aufforderte - in Abstimmung mit den Projektleitern - mal eben eine kurze, stichhaltige Begründung zu formulieren.

Nicht nur auf Murphy kann man sich verlassen, nein auch auf die Germanen. Die finden IMMER etwas zu maulen. So auch heute. Da sitzen die in einer Schulung, die - wenn sie sie selber zahlen müssten - einen deutlich fünfstelligen Betrag kosten würde. Sie bekommen am ersten Tag Fachliteratur für ein paar 100 Euro, einen Drucker und einen Laptop "geschenkt". Und dann kommen Kommentare, dass diese Menge an Materialien ja eine Zumutung sei und man nun notgedrungen ein Taxi nehmen müsste, um das Ganze abzutransportieren. Natürlich hatten wir in die Einladung extra reingeschrieben, dass wir einen großen (Roll)koffer empfehlen, Und tatsächlich hat auch einer der sechs das gelesen und beherzigt. Ruhig bleiben, ganz ganz ruhig bleiben.

Die Nicht-German erkennen, dass sie diese Passage nicht gelesen haben, halten die Klappe und improvisieren. Es wird wohl beschwerlich aber auf den Gesichtern ist trotzdem ein breites Lächeln. Ich bin schon wieder milder gestimmt.

Zwei der Teilnehmer sind zwischenzeitlich umgezogen und wie eigentlich nicht anders zu erwarten, steht die vor über sechs Wochen beauftragte DSL-Verbindung nicht. Nein, ich will nicht die Korrespondenz mit 1&1 lesen und ich glaube auch so, dass die den Telekomikern den schwarzen Peter zuschieben. Es zählt nur unterm Strich, dass mal wieder Improvisationstalent gefordert ist.

Aber wir haben ja noch so zwei bis drei Tage Zeit.

Die Headsets sind große, klobige Dinger. Ich werde wohl kürzere Blöcke veranstalten müssen. Die über 90 Minuten am Stück auf den Ohren haben zu müssen, wird wahrscheinlich nicht sehr angenehm. Auch so eine Kleinigkeit, über die sich dann trefflich jammern läßt.

Wenn einer eine Reise tut,...

... und wenn zwei reisen, gibt es noch viel mehr zu erzählen. Nächtliche Fahrt in die Stuttgarter Prärie, Frühstück vorm Aufstehen, ausgefallene S-Bahnen, Warten im Dauerregen, berstend volle Busse und Züge,...

Nun irgendwie hat es dann doch noch geklappt. Die Zusammenarbeit mit den Stuttgartern ist wirklich toll. Die erledigen für uns alles, was wir brauchen und die Dinge, die sie nicht ohnehin schon vorbereitet haben, erledigen sie prompt. Immer freundlich, immer hilfsbereit. Es macht wirklich Spaß.

Teamarbeit. Nachdem ich den Teams erstmal klar gemacht habe, dass sie bereits jetzt einen großen Bedarf an Gesprächen auf Teamebene haben, ging das dann auch los. Ein Team ganz hervorragend, eins geschwächt durch die Abwesenheit eines Mitglieds eher noch nicht so toll.

Die Entwickler wollen einen Server. Den werden sie wohl bekommen.

Schrottige Headsets sind da schon eher ärgerlich. Wirklich böd, wenn ein Teilnehmer nicht so mitarbeiten kann, weil so 5 Euro Teil versagt.

Die Installation des virtuellen Klassenzimmers scheint auf den meisten Rechnern geklappt zu haben. Zum Teil mit Installation per Fernbedienung über das Telefon. IT-Spezialisten, einer wie der andere, aber so eine 08/15 Software installieren stellt eine schier unüberwindbare Hürde dar. "Was sind Administrator-Rechte?" Es gibt Fragen, die machen mich fassungslos.

Was ist eigentlich so schwer daran, 7 Stunden 15 Minuten pro Tag zu einer festgelegten Zeit am Platz zu sein. Von den 75 Minuten Pause mal ganz zu schweigen. 15:30 ist Feierabend. Und dann kommen Leute, die 100 Stunden Wochen aus eigener Erfahrung kennen an und sagen sie fühlen sich in ihrer individuellen Zeitgestaltung eingeengt. Die Leute bekommen Geld dafür, eine hochwertige Ausbildung, eine teure Zertifizierung. Irgendwas habe ich wohl noch nicht richtig verstanden.

Na gut, es sind ja nicht alle, aber solche Querschläger gleich zu Beginn irritieren mich schon.

Morgen der erste große Live-Test. 15 Leute sollen es werden (einer ist entschuldigt). Ich glaube, wenn ich es mit 11 hinbekomme, habe ich schon einen schönen ersten Erfolg eingefahren.

Toll auch die Unterstützung durch die "Augsburger". Dass da noch jemand um halb neun abends Gewehr bei Fuß steht, um noch eventuelle Probleme aus dem Weg zu räumen, das ist echt grandios.

Skype, Skype, Hurra

Erster Tag live online und nachdem solche Kleinigkeiten wie Zimmerschlüssel und Rechnerlogin geklärt waren, ging es auch los. Die zwei DSL-losen Kondidaten saßen im Nebenraum. War einmal sogar ganz praktisch. Ich konnte kurz rüberspurten und das ausgeschaltete Mikro einschalten.

Die Unterstützung aus Augsburg war wieder spitzenmäßig und technisch lief auch fast alles wie am Schnürchen. Webcam - auf ausdrücklichen Teilnehmerwunsch dazugeschaltet - klappte einwandfrei. Natürlich darf man während man sich selbst auf dem Bildschirm bewundert nicht vergessen, die Sprechtaste zu drücken.

Das Arbeiten in Gruppenräumen gestaltete sich einfacher als erwartet. Die Teilnehmer per Drag und Drop in die zu besetzenden Räume ziehen. Teamsitzung starten und das wars. Der jeweils erste im Raum hat die Moderatorenrechte und die Oberfläche ist doch so intuitiv bedienbar, dass ich da keine Probleme erlebt habe. Und durch einen Mausklick habe ich wieder alle im Hauptraum. Problematisch: Wenn bei jemandem Centra abstürzt, findet er sich nach dem Neustart im Hauptraum. Bis jetzt habe ich keine Möglichkeit gefunden, ihn dann wieder in den "richtigen" Raum zu verschieben. Mal probieren, ob es ausreicht das verirrte Schaf zum Co-Moderator zu machen. Der konnte am Freitag auch von Raum zu Raum wandern, lag aber evtl. auch daran, dass er im Dils / Centra Admin-Rechte hat. Wie gesagt, mal testen.

Ein Team hat sich bereits per Skype vernetzt und so war es gar kein Problem, dass während des Application-Sharing nur derjenige, der der Cursor hat auch sprechen kann. So sprachen sie per Skype und bedienten abwechselnd das Whiteboard.

Ich habe das seltsame Gefühl, das das DILS-Forum nicht sonderlich genutzt werden wird. Die Oberfläche lädt auch nicht wirklich zum Arbeiten ein. Das macht es für mich umso schwieriger irgendwie mitzubekommen, wie es den Teilnehmern wirklich geht. Es wird wahrscheinlich jede Kommunikation an dieser Oberfläche vorbeigehen. Das war so bei der Planung nicht bedacht worden.

Irgendwie ist bei den bestehenden Standard-Nutzerrechten der Teilnehmer auch keine gemeinsame Dateiablage möglich. Die wird aber dringend für die Projektarbeit gebraucht. Das muss dann am Montag bei den Anforderungen für den zu beschaffenden Server mit in Betracht gezogen werden.

Das mit dem Server ist auch so eine Sache, die zeigt, dass man wirklich alle Beteiligten gar nicht frühzeitig genug mit ins Boot holen kann. Unser Java-Experte hätte das sicher früh genug erkannt und auch die notwendigen Anforderungen definieren können. Jetzt habe ich ein tolles Thema für die Gruppenarbeit und darf dann evtl. die Leute zwei Wochen vertrösten, weil der Projektleiter im Urlaub ist. Ich kann ja spaßeshalber mal in Augsburg nachfragen, wer der Stellvertreter ist und über solche Investitionen entscheiden darf. Das Ganze kostet ja nur so ab 30€ pro Monat, kann aber auch bis 200€ und mehr gehen.

Sorgen macht mir, dass einige wohl immer noch nicht gerafft haben, dass es nicht um klassische Stoffvermittlung geht, sondern sie die absolute Freiheit haben, sich auf das Projekt vorzubereiten. Und schon gar nicht, dass es darum geht, sich Wissensinhalte aus anderen Fachgebieten im Detail anzueignen. Ich werde noch mal intensiv auf die Profile und die abzuarbeitenden Prozesse hinweisen. Java Quellcode Verstehen gehört mit Sicherheit nicht zu den Aufgaben eines Projektmanagers, ist nichts, was man so eben mal in drei Wochen erlernen kann und ist auch nichts, was wir in irgendeiner Weise in der Teilnahmebestätigung unterbringen können.

Diese unmenschlichen Anwesenheitszeiten von 08:15 - bis 15:30 scheinen immer noch ein Problem zu sein. Irgendwie scheint die Idee vom "kolletiven Freizeitpark" nicht aus den Köpfen zu bekommen sein. Nun läuft sogar schon ein Antrag bei der Agentur München. Wenn dem zugestimmt wird, weiß ich noch gar nicht, wie ich das handhaben soll. Tägliche Anwesenheit in Centra bis 20:00? Und ganz sicher darf ich dann auch bis zu 14 Unterrichtseinheiten pro Tag abrechnen. Aber somit ist meine im Scherz geäußerte Idee, im Sommer mit den drei Praktikanten auf 24/7 zu gehen auch gar nicht mehr so abwegig. "Ich hab mich mal für dieses Futex" beworben, aber wer konnte denn schon ahnen, dass ich auch genommen werde?" Wozu haben eigentlich diese ganzen Informationsveranstaltungen und z.T. stundenlangen Einzelgespräche gedient?

Ganz Gallien ist von den Römern besetzt... Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, ...

Und so ist es auch hier. Ein Team hat sich nun wirklich gesehen, verstanden, gefunden. Es gibt schon erste Befürchtungen, man würde während des Projekts einen Job angeboten bekommen und müsste dieses Team verlassen. So eine Stimmung, so ein Engagement baut schon auf.

Dass an einem Schulungsort ein Laptop "verdunstet" ist, ist schon mehr als ärgerlich. Aber warum stellen die dort auch die nicht benötigten hin? Und muss ich wirklich, wenn ich sage, dass wir den Raum verlassen haben noch dazu sagen, dass er doch bitte abgeschlossen wird? Die wissen doch selber viel besser, was für ein Klientel die haben.

Noch so eine ärgerliche Kleinigkeit. Meine, extra für dieses Projekt angelegte EMail-Adresse wird vom hausinternen Mailserver automatisch als Spammer eingestuft - da russisch - und meine Mails landen bei den Oberbedenkenträgern, die ja nun explizit angefordert haben, im Spam-Filter. So viel zur gelebten Internationalität eines Weltumspannenden Konzerns.

Dann die fehlenden Unterlagen. Wenn ich jemandem erzähle, dass ich in eine Schulung gehe, ohne eine Teilnehmerliste, glaubt mir das keiner. Eine Kopie des endgültigen Projektantrags? Fehlanzeige! Aber immer wieder der Hinweis, dass ich mich genau daran halten muss, weil uns die Agentur ja überprüfen wird. Und wenn schon an den drei Standorten unterschiedliche Formulare in unterschiedlicher Form täglich zu pflegen sind, warum habe ich die nicht? Jeder kümmert sich nur um seinen Standort und hat mit denen aus den anderen Orten natürlich nichts zu tun. Schon gut, dass unsere Büroleitung dafür gesorgt hat, dass ich nicht noch monatlich drei Rechnungen schreiben muss, sondern in diesem Punkt eine Verrechnung möglich sein wird. Aber auf welcher Basis sollte ich auch eine Rechnung stellen? Einen Vertrag habe ich natürlich auch noch nicht.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Ein langer Tag. Ein kurzer Blogeintrag.

Große Diskussion um die Frage, ob man mit den mageren Informationen überhaupt die Anforderungen an einen Server formulieren könnte. Und siehe da, nachdem die einzelnen Infos mal zusammengetragen worden waren und feststand, dass die Tester viel größere Datenmengen testen müssen, als die Programmierer produktiv verabeiten müssen, waren viele anfänglich unüberwindbare Probleme doch sehr schnell und einstimmig gelöst. Es haben sich da bei der Diskussion wieder einmal Leute durch hervoragende Beiträge und großes Engagement eingebracht, von denen ich das nicht erwartet hätte.

Der Gleitzeit-Traum scheint ausgeträumt. Die Agentur hat gesprochen und plötzlich war auch wieder Stille im Raum.

Inzwischen gibt es bei futexcorp sogar einen Bericht über den Projektstart in München mit Bildern und einer beliebig nichtssagenden Presseerklärung aus Stuttgart.

Das Problem der Arbeitsgruppen innerhalb der Konferenz ist gelöst. Ich kann die Teilnehmer auch bei laufender Veranstaltung beliebig von Raum zu Raum schieben.

Die Handhabung des Application-Sharing machte den Teilnehmern noch Probleme. Aber wenn sie es wirklich brauchen werden sie es wohl bei der Gruppenarbeit mal anschmeißen und dann auch hinbekommen.

Die gute Nachricht: Das DILS-Forum wird nun wohl doch genutzt werden, die schlechte: Es wurde einstimmig beschlossen, dass jeder in jedem der nach Profilen angeordneten Foren arbeiten können soll. Also die Tester dürfen auch zu den Entwicklern ins Forum und umgekehrt. Und die Projektmanagern natürlich auch. Das war bei einer Auswahl von ca 250 Veranstaltungen eine ziemlich langwierige Geschichte, bis ich das alles so hingklickt hatte, wie es sich die Teilnehmer gewünscht haben.

Zu fortgeschrittener Stunde noch einen der Projektleiter im Klassenraum erwischt. War ein gutes Gespräch.

Bei anderen gibt es immer noch Probleme im täglichen Umgang mit dem PC. Probleme mit der Sprechverbindung, Mal kein Ton, mal kein Mikro, mal beides nicht, große Probleme bei der Software-Installation oder Starten eines Programms als Administrator. Ich weiß manchmal nicht, wo ich mit dem Erklären beginnen soll. Ich weiß auch nicht, ob da auch mal im Team um Hilfe gebeten wird. Mein Eindruck ist, dass ich bei solchen Geschichten die erste Anlaufstelle bin. - Stört natürlich fast gar nicht, wenn in der laufenden Konferenz ständig das Telefon klingelt. Wie gut dass ich meinen Projektleiter, der am Abend noch im Klassenzimmer war, schon frühzeitig zum Co-Moderator gemacht habe. Der hat die Sache souverän weitergeführt. Sogar Pausen eingeläutet und die Leute wieder eingesammelt.

Am Ende des Tages war dann bei all denen, die heute gut und konzentriert mitgemacht haben so ziemlich die Luft raus. Ist eben doch etwas anstengender / gewöhnungsbedürftiger als in einem normalen Klassenzimmer. Aber diese zwei Tage waren ja auch vorrangig zum Kennenlernen des Systems gedacht und da habe ich das Gefühl, dass die Teilnehmer recht gut für die Gruppenarbeit gerüstet sind. Und eine ganze Menge Ergebnisse haben wir dabei auch noch erzielt. Ich bin soweit zufrieden.

Und dann wieder diese tollen Systeme der Firma. Okay, mit russischer EMail-Adresse bin ich nun mal ein Spammer. Also schreibe ich meine Berichte aus dem DILS heraus an externe Adressen. Nun ist es aber nicht möglich zu antworten, weil das DILS von "draußen" kommende Mails abweist, so dass Antworten nur an die spammende russische Adresse möglich sind. IT-Kompetenz? Das hatte ich doch in einem der Hausprospekte mal gelesen.

Virtuell ist besser als real(?)

Den Eindruck könnte man glatt bekommen, so gut arbeiten die Teams virtuell zusammen. Und so gab es dann auch eine gemeinsame Anfrage, ob wir den ersten Präsenztermin nicht sausen lassen können. "Den brauchen wir nicht, die Zusammenarbeit klappt auch so sehr gut und das kostet uns schließlich einen Tag." - Was blieb mir da großartig anderes übrig, als der Sache zuzustimmen. Macht ja auch keinen Sinn zu einer Veranstaltung zu beordern, zu der sie - zu diesem Zeitpunkt - keine Lust haben.

Heute habe sich viele erstmals intensiv mit ihren Profilen, ihren Prozessschriten und der Musterdokumentation auseinandergesetzt. Und war gestern bei der Server-Debatte noch die Beteiligung sehr groß und die Diskussion sehr lebhaft, so wurde es heute doch sehr still. Langsam verfestigt sich die Einsicht, dass das doch eine sehr anspruchsvolle Aufgabe ist, dass der Projekterfolg nur zweitrangig ist. An erster Stelle steht die Prozessdokumentation. Die Projektmanager stöhnen, weil die Planung ja nun so gestaltet werden muss, dass die unterschiedlichen Prozesse auch sauber ineinandergreifen. Und natürlich gibt es kein Standard-Projektmanagement-Werkzeug, das so etwas 1 zu 1 abbilden kann. V-Modell und jede Menge automatisch generierter Templates hin oder her. Es wird wohl eine ganze Menge Arbeit konventionell in Handarbeit gemacht werden müssen.

Gute Nachricht für eine Teilnehmerin: Die Zertifizierung kann auch auf Englisch gemacht werden. Das erspart mir jede Menge Korrekturlesen und Unterstützung bei der Formulierung der persönlichen Dokumentation. Ich hoffe nur, dass jetzt nicht noch Anfragen nach Zertifizierungen auf Spanisch und Chinesisch kommen.

Nach Verkündung der Tatsache, dass die Agentur München jedes Ansinnen nach Gleitzeitregelungen im Keim abgewürgt hat und andere Agenturen bei gleichlautender Frage wohl genauso entscheiden werden, ist dieses Thema durch. Kein Murren, kein Nachklappern, nichts. Man hat den Versuchsballon steigen lassen, hat nicht geklappt, also geht es ganz normal weiter.

Die Sache mit dem Co-Moderator aus dem Teilnehmerkreis hat sich bis jetzt gut bewährt, weil natürlich immer dann wenn man intensiv online arbeiten will irgendwelche Besuche oder Anrufe kommen.

Die Abstimmung zwischen den Standorten muss noch verbessert werden. Ich bin mir nicht sicher, dass meine Ansprechpartner sich über die Wichtigkeit einer einwandfreien Dokumentation im Klaren sind. Also das ganze in mundgerechte Häppchen schneiden und jeden Tag zuschicken. Seufz

Die Abwesenheit des Projektleiters gerade zum Projektstart ist wirklich nicht förderlich. Natürlich hat er alle möglichen Ansprechpartner für die Zeit des Urlaubs benannt, aber wer sein Stellvertreter ist, weiß auch in Augsburg niemand.

Die Sache mit der gemeinsamen Dateiablage im DILS ist nun auch geregelt. Alle Teilnehmer sind jetzt Betreuer "ihrer" Gruppe. Nun muss ich nur noch aufpassen, dass die mit den erweiterten Rechten keinen Blödsinn machen.

Die Telekommunisten haben den mit 1 und 1 vereinbarten Übergabetermin kurzfristig platzen lassen. Ein verlorener Tag für den Teilnehmer und möglicherweise noch weiterer Bedarf an Improvisation. "Telekom, Erleben was verbindet". Gibt eben nicht viel zu erleben. Willkommen im 3. Jahrtausend!

Am Nachmittag erhebliche Netzprobleme. Die Sprechtaste ist auch eine halbe Minute, nachdem ich sie losgelassen habe eingerastet. Der DILS Server stottert auch häufig. Die Pop-Ups bauen sich unerträglich langsam auf. Häufig sieht man dann aber nach 4 bis 5 Schlägen auf die F5-Taste die entsprechende Maske. Was dann immer noch klappt ist der Textchat. Schade, dass der sich nicht an das Centra andocken läßt.

Das Application-Sharing hat heute in einer 2er Konferenz schon mal ganz gut hingehauen. Möglicherweise klappt da aber der Rechtsclick nicht. Also dann doch lieber das ganze per Stimme in Fernsteuerung übernehmen. Aber so etwas stört nicht wirklich. Die Zusammenarbeit wird sich anders gestalten. Einer erstellt einen Entwurf, schickt den in die Runde, sammelt die Kommentare ein und überarbeitet daraufhin. Fürs Application-Sharing sind die Themen auch zu komplex.

Wie man es überhaupt schaffen kann unter Windows 7 sein Administratorkonto zu deaktivieren ist mir schleierhaft aber schließlich habe ich es ja mit ausgewiesenen IT-Spezialisten zu tun. Kein Wunder, dass sich so keine Programme mehr installieren lassen. Gut, dass ein Kollege da aushelfen konnte. Ich selber hätte an dem Problem wohl deutlich länger zu knacken gehabt. - Egal, die Kuh ist vom Eis und ich habe einen vor Tatendrang strotzenden Projektmanager mehr.