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Skype, Skype, Hurra

Erster Tag live online und nachdem solche Kleinigkeiten wie Zimmerschlüssel und Rechnerlogin geklärt waren, ging es auch los. Die zwei DSL-losen Kondidaten saßen im Nebenraum. War einmal sogar ganz praktisch. Ich konnte kurz rüberspurten und das ausgeschaltete Mikro einschalten.

Die Unterstützung aus Augsburg war wieder spitzenmäßig und technisch lief auch fast alles wie am Schnürchen. Webcam - auf ausdrücklichen Teilnehmerwunsch dazugeschaltet - klappte einwandfrei. Natürlich darf man während man sich selbst auf dem Bildschirm bewundert nicht vergessen, die Sprechtaste zu drücken.

Das Arbeiten in Gruppenräumen gestaltete sich einfacher als erwartet. Die Teilnehmer per Drag und Drop in die zu besetzenden Räume ziehen. Teamsitzung starten und das wars. Der jeweils erste im Raum hat die Moderatorenrechte und die Oberfläche ist doch so intuitiv bedienbar, dass ich da keine Probleme erlebt habe. Und durch einen Mausklick habe ich wieder alle im Hauptraum. Problematisch: Wenn bei jemandem Centra abstürzt, findet er sich nach dem Neustart im Hauptraum. Bis jetzt habe ich keine Möglichkeit gefunden, ihn dann wieder in den "richtigen" Raum zu verschieben. Mal probieren, ob es ausreicht das verirrte Schaf zum Co-Moderator zu machen. Der konnte am Freitag auch von Raum zu Raum wandern, lag aber evtl. auch daran, dass er im Dils / Centra Admin-Rechte hat. Wie gesagt, mal testen.

Ein Team hat sich bereits per Skype vernetzt und so war es gar kein Problem, dass während des Application-Sharing nur derjenige, der der Cursor hat auch sprechen kann. So sprachen sie per Skype und bedienten abwechselnd das Whiteboard.

Ich habe das seltsame Gefühl, das das DILS-Forum nicht sonderlich genutzt werden wird. Die Oberfläche lädt auch nicht wirklich zum Arbeiten ein. Das macht es für mich umso schwieriger irgendwie mitzubekommen, wie es den Teilnehmern wirklich geht. Es wird wahrscheinlich jede Kommunikation an dieser Oberfläche vorbeigehen. Das war so bei der Planung nicht bedacht worden.

Irgendwie ist bei den bestehenden Standard-Nutzerrechten der Teilnehmer auch keine gemeinsame Dateiablage möglich. Die wird aber dringend für die Projektarbeit gebraucht. Das muss dann am Montag bei den Anforderungen für den zu beschaffenden Server mit in Betracht gezogen werden.

Das mit dem Server ist auch so eine Sache, die zeigt, dass man wirklich alle Beteiligten gar nicht frühzeitig genug mit ins Boot holen kann. Unser Java-Experte hätte das sicher früh genug erkannt und auch die notwendigen Anforderungen definieren können. Jetzt habe ich ein tolles Thema für die Gruppenarbeit und darf dann evtl. die Leute zwei Wochen vertrösten, weil der Projektleiter im Urlaub ist. Ich kann ja spaßeshalber mal in Augsburg nachfragen, wer der Stellvertreter ist und über solche Investitionen entscheiden darf. Das Ganze kostet ja nur so ab 30€ pro Monat, kann aber auch bis 200€ und mehr gehen.

Sorgen macht mir, dass einige wohl immer noch nicht gerafft haben, dass es nicht um klassische Stoffvermittlung geht, sondern sie die absolute Freiheit haben, sich auf das Projekt vorzubereiten. Und schon gar nicht, dass es darum geht, sich Wissensinhalte aus anderen Fachgebieten im Detail anzueignen. Ich werde noch mal intensiv auf die Profile und die abzuarbeitenden Prozesse hinweisen. Java Quellcode Verstehen gehört mit Sicherheit nicht zu den Aufgaben eines Projektmanagers, ist nichts, was man so eben mal in drei Wochen erlernen kann und ist auch nichts, was wir in irgendeiner Weise in der Teilnahmebestätigung unterbringen können.

Diese unmenschlichen Anwesenheitszeiten von 08:15 - bis 15:30 scheinen immer noch ein Problem zu sein. Irgendwie scheint die Idee vom "kolletiven Freizeitpark" nicht aus den Köpfen zu bekommen sein. Nun läuft sogar schon ein Antrag bei der Agentur München. Wenn dem zugestimmt wird, weiß ich noch gar nicht, wie ich das handhaben soll. Tägliche Anwesenheit in Centra bis 20:00? Und ganz sicher darf ich dann auch bis zu 14 Unterrichtseinheiten pro Tag abrechnen. Aber somit ist meine im Scherz geäußerte Idee, im Sommer mit den drei Praktikanten auf 24/7 zu gehen auch gar nicht mehr so abwegig. "Ich hab mich mal für dieses Futex" beworben, aber wer konnte denn schon ahnen, dass ich auch genommen werde?" Wozu haben eigentlich diese ganzen Informationsveranstaltungen und z.T. stundenlangen Einzelgespräche gedient?

Ganz Gallien ist von den Römern besetzt... Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, ...

Und so ist es auch hier. Ein Team hat sich nun wirklich gesehen, verstanden, gefunden. Es gibt schon erste Befürchtungen, man würde während des Projekts einen Job angeboten bekommen und müsste dieses Team verlassen. So eine Stimmung, so ein Engagement baut schon auf.

Dass an einem Schulungsort ein Laptop "verdunstet" ist, ist schon mehr als ärgerlich. Aber warum stellen die dort auch die nicht benötigten hin? Und muss ich wirklich, wenn ich sage, dass wir den Raum verlassen haben noch dazu sagen, dass er doch bitte abgeschlossen wird? Die wissen doch selber viel besser, was für ein Klientel die haben.

Noch so eine ärgerliche Kleinigkeit. Meine, extra für dieses Projekt angelegte EMail-Adresse wird vom hausinternen Mailserver automatisch als Spammer eingestuft - da russisch - und meine Mails landen bei den Oberbedenkenträgern, die ja nun explizit angefordert haben, im Spam-Filter. So viel zur gelebten Internationalität eines Weltumspannenden Konzerns.

Dann die fehlenden Unterlagen. Wenn ich jemandem erzähle, dass ich in eine Schulung gehe, ohne eine Teilnehmerliste, glaubt mir das keiner. Eine Kopie des endgültigen Projektantrags? Fehlanzeige! Aber immer wieder der Hinweis, dass ich mich genau daran halten muss, weil uns die Agentur ja überprüfen wird. Und wenn schon an den drei Standorten unterschiedliche Formulare in unterschiedlicher Form täglich zu pflegen sind, warum habe ich die nicht? Jeder kümmert sich nur um seinen Standort und hat mit denen aus den anderen Orten natürlich nichts zu tun. Schon gut, dass unsere Büroleitung dafür gesorgt hat, dass ich nicht noch monatlich drei Rechnungen schreiben muss, sondern in diesem Punkt eine Verrechnung möglich sein wird. Aber auf welcher Basis sollte ich auch eine Rechnung stellen? Einen Vertrag habe ich natürlich auch noch nicht.

9.5.10 11:56

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