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12.05. Denic-Bruch

Es sollte ein ruhiger Tag werden, der zweite Tag der Selbstlernphase, sollte es. Also morgendliche Ankündigungen und dann die Gruppen in die zur Gruppenarbeit in die jeweiligen Räume schieben. Während ich so von Gruppenraum zu Gruppenraum wandere, merke ich dass in einer Gruppe dicke Luft zu herrschen scheint. Lieber erstmal sofort raus - Die Teilnehmer können mir ja nicht folgen - und erste Anfragen im 4 Ohren-Gespräch machen. Als ich nach einiger Zeit wieder in den Raum schaue, ist die hitzige Diskussion noch immer voll im Gange. Nun ruft erstmal der Projektleiter an und gibt pauschal schon mal grünes Licht für die Server-Beschaffung, aber schon mal die anderen Standorte anrufen, vorwarnen und im gleichen Atemzug sagen, dass das Geld dafür da ist, weil Saba Centra um vieles preiswerter ist als das einkalkulierte IlInc. Also 2 nette Telefongespräche geführt und noch zwei weitere Abonnenten für meinen täglichen internen Bericht bekommen. Langsam geht es auf die Mittagspause zu und keiner ist online zu erreichen, schon gar nicht mein Wunsch-Ansprechpartner für die Team-Krise.

Zwischenzeitlich kommt die Erinnerung, dass ja heute die Praktikanten kommen und sich das virtuelle Klassenzimmer im Betrieb ansehen wollen. Ja, okay, die sollen nur kommen. Schade nur, dass ich keine Boxen an meinem PC habe und mit dem Anschluss eines zweiten Headsets zusätzlich zu meinem USB Headset ist Windows überfordert. Die können also nur das hören, was ich sage, kriegen aber die Beiträge der Teilnehmer nicht mit.

Es geht langsam auf 15:00 zu und ich sehe mal so eben gerade die Hälfte der Teilnehmer online. Einige sind noch auf abwesend gesetzt. Der Status ändert sich auch bei gutem Zureden nicht im Laufe der Zeit. Mit 5 Minuten Verspätung angefangen. Zwischenzeitlich kommen Meldungen rein, dass Teilnehmer per Skype gemeldet haben, sie könnten sich nicht ins DILS oder ins Centra einloggen. Bescheidener kann eine Vorführung kaum laufen. Zwischendrin kommt noch der Anruf eines Teilnehmers, der nun den ganzen Tag zu Hause gesessen hat, weil der DSL-Anschluss ja nun endlich geschaltet werden sollte. Natürlich kamen die Teletubbies nicht, nein ich will jetzt wirklich keine Details. Schließlich muss ich mich ja um das halbe Dutzend in der Konferenz kümmern. Aber er will seine Frust loswerden. Irgendwann habe ich ihn abgewürgt, die Konferenz beendet. Schönen Feiertag. Verwirrte Praktikanten.

Im Sekretariat weiß man schon um die DSL-Probleme des Teilnehmers und es ist auch schon eine Lösung gefunden. Ab Freitag mittag ist hier wieder ein Arbeitsplatz geschaffen. Wär ja nun schön, wenn er denn an sein Handy ginge. Na ja, vielleicht später am Abend.

Jetzt aber schnell wieder um die Praktikanten kümmern und die Falten, die die Verwirrung hinterlassen hat wieder glattbügeln. Die Aussage, das ich jeweils nur einen vor Ort gebrauchen kann und der Rest das vom Uni-Campus aus machen darf, läßt die Laune sprunghaft steigen. Ja, den entsprechenden Schichtplan werden sie ganz alleine aufstellen können. Ja, natürlich will ich es versuchen, das Wochenende am Freitag mittag einzuläuten. Nun klingt das Praktikum doch nicht mehr so uninteressant. Die besondere Herausforderung für sie wird sein, Leute zu führen, die 20 - 35 Jahre älter sind als sie selbst. Aber schließlich wollen die Offiziere und Dipl. Päd. werden.

Abends kam es dann in den Nachrichten, dass Denic aufgrund eines Absturzes der Datenbank die Domains nicht mehr auflösen konnte und große Teile des deutschen Internets nicht erreichbar waren. Also waren alle Teilnehmer, die nicht anwesend oder nicht aktiv waren entschuldigt.

18.5.10 00:15

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